Die Seelenblüten des Dr. E. BachDie Bachblütentherapie gehört neben der Homöopathie und der Pflanzenheilkunde mit zu den bekanntesten Naturheilverfahren, sie ist in der Komplementärmedizin gut bekannt und kommt oft mit Erfolg zum Einsatz. Bekannt geworden als „Bachblüten“ haben sie vor ca. 100Jahren Einzug in die Arzneischränke vieler Menschen gehalten. Am häufigsten kommen in Laienkreisen die so genannten „Rescue- bzw. Notfalltropfen“ zum Einsatz, die in allen außergewöhnlichen Situationen angewendet werden können, so z.B. bei Lampenfieber, akuten Krankheiten, Insektenstichen, nach Unfällen, nach Schockerlebnissen etc. Bach, ein genialer Arzt und Freidenker seiner Zeit, fand die Wirkung dieser Blütenessenzen auf der Suche nach einer besseren, menschlicheren Medizin, ähnlich wie sein Berufsgenosse Samuel Hahnemann, der als Entdecker der Homöopathie gilt. Bach war selbst überrascht über die unglaubliche Wirkung „ganz normaler Pflanzenauszüge“, aber war es wirklich Zufall? Er liebte die Natur und war ein ausgezeichneter Beobachter, anhand des Aussehens, der Standortverhältnisse und der altbekannten Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzen leitete er deren jeweiligen „emotionalen“ Eigenschaften ab. Im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch bezeichnet man dies als Signaturenlehre. Sie lieferte ihm wertvolle Hinweise und zahlreiche Indikationen für die Anwendung der Blüten. Dieses Wissen, gepaart mit einer speziellen Art der Blütenaufbereitung hat es möglich gemacht, diese an sich gewöhnlichen Blüten in wahre Wundermittel zu verwandeln. Alle negativen Gemütszustände lassen sich mit Bachblüten positiv beeinflussen, z.B. Traurigkeit, Angst, Unruhe, Zorn, Unsicherheit, Eifersucht, Egoismus, Intoleranz, „nicht nein sagen können“, Fanatismus, Introvertiertheit etc. diese Aufzählung lässt sich weit fortsetzen. Die Bachblütentherapie verbreitete sich zuerst in England und Irland, den Durchbruch im deutschsprachigen Raum erfuhr sie dank Mechthild Scheffer, einer engagierten Therapeutin, die Bach´s Werke in die deutsche Sprache übersetzte und eine Systematik der Essenzen erstellte. Ihr Wirken setzt sich auch derzeit fort, indem sie eng mit dem „Bach-Centre“ in Englang zusammenarbeitet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bach´s Vermächtnis in aller Welt zu verbreiten und für alle Menschen zugänglich zu machen. Bach selbst sagte über seine Therapie: “Somit wird der Arzt der Zukunft zwei große Ziele haben: Das erste wird sein, dem Patienten zur Kenntnis über sich selbst zu verhelfen und ihn auf die fundamentalen Irrtümer und Fehler hinzuweisen, die er begehen kann. Solch ein Arzt muss sich eingehend mit dem Studium der geistigen Gesetze, die den Menschen beherrschen, sowie mit dem Wesen der menschlichen Natur beschäftigen, damit er bei denen, die zu ihm kommen, jene Faktoren erkennen kann, die einen Konflikt zwischen der Seele und der Persönlichkeit hervorgerufen haben. Er muss imstande sein, dem Leidenden zu raten, welche Arten des Handelns gegen die Einheit er aufgeben und welche notwendigen Tugenden er entwickeln muss. Bei der korrekten Behandlung darf nichts Verwendung haben, das dem Patienten seine Eigenverantwortlichkeit abnimmt, sondern es dürfen nur solche Maßnahmen gebraucht werden, die ihm helfen, seine Fehler zu überwinden. Die zweite Pflicht des Arztes wird darin bestehen, solche Mittel zu verabreichen, die dem materiellen Körper helfen, Kraft zu gewinnen, und dem Geist helfen, ruhig zu werden, seinen Horizont zu weiten und nach Vollkommenheit zu streben; die also Frieden und Harmonie in die ganze Persönlichkeit einkehren lassen.”(Edward Bach in „Heile dich selbst“) Aber gerade Bachblüten sind aufgrund ihre Einfachheit und Klarheit vielen Skeptikern ein Dorn im Auge. Sie zählen zu den „nicht bewiesenen“ Methoden der Naturheilkunde, gleichsam der Klassischen Homöopathie, die auch ohne Wirknachweis immer mehr Anhänger findet. Jeder, der die harmonisierende Wirkung dieser Blütenessenzen einmal spüren konnte, weiß, dass obwohl es keinen wissenschaftlichen Beweis ihrer Wirksamkeit bisher gibt, sie tatsächlich wirken – und das ohne Nebenwirkungen wie bei herkömmlichen, chemisch hergestellten Medikamenten oft üblich. In einer kürzlich veröffentlichten Studie der Stiftung Warentest, die in Form eines Buches „Die andere Medizin“ erschienen ist, erklärt man, dass nur ca. 1/3 der 58 untersuchten Naturheilverfahren nachgewiesenermaßen positive Effekte für die Gesundheit erzielt. Nicht nur Verbraucher und deren Verbände, sondern auch der Deutsche Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) wehrt sich gegen diese Einschätzung: „Die Stiftung Warentest erklärt knapp 3.000 Jahre alte Heilmethoden zum Placebo, nur weil deren Wirkungsweise wissenschaftlich noch nicht umfassend belegt ist…Millionen Patienten machen seit Jahren gute Erfahrungen z.B. mit der Homöopathie, wenn die Stiftung Warentest jetzt das Gegenteil behauptet, verunsichert sie die Verbraucher…“ GF H. Fahrenkamp (BPI) In Sachsen wächst kontinuierlich die Zahl der Therapeuten (Ärzte, Heilpraktiker), die Bachblütentherapie erfolgreich in ihrer Praxisarbeit einsetzen. Mittlerweile findet man auch allerhand Literatur über die Anwendung und Wirkungsweise der Blüten, sodass interessierte Laien sich in diese Thematik vertiefen können. Ein toller Buchtipp ist das Werk von Mechthild Scheffer: „Die Original Bach-Blütentherapie“ (ISBN 3-7205-2766-2), auch das Internet bietet umfangreiche Informationsmöglichkeiten zur Bachblütentherapie. Vor einer Sache sei zum Schluss gewarnt: Da es sich bei Bachblüten um frei verkäufliche Arzneimittel handelt, gibt es mittlerweile viele schwarze Schafe gerade im Internet, die zu Billigpreisen Blütenmischungen oder auch die Einzelessenzen anbieten. Oftmals handelt es sich dabei um dubiose, selbst hergestellte Bachblüten, die qualitativ weit unter dem Niveau der Original-Essenzen liegen bzw. wirkungslos sind. Die Original-Bach-Blütenessenzen (38 Stück + 2x Notfallmischung) haben ihren Preis (ca. 220,-€) und bekommt man über Apotheken oder kauft man sich bei einer Reise in England selbst. Bachblütenkurse für angehende Therapeuten aber auch interessierte Laien bieten Schulen für Naturheilverfahren und erfolgreich arbeitende Bachblütentherapeuten oft an und geben ihr Wissen, gleichsam wie Edward Bach es in seinem Vermächtnis wollte, weiter. |