Fernsehen, Spielkonsole und PC im KindesalterEin oft umstrittenes und immer wieder aktuelles Thema in Sachen Kindeserziehung und Gesundheitsvorsorge für Kinder ist das Thema Medien, die heute ganz selbstverständlich zum Leben unserer Kinder gehören. Zuviel davon tut nicht gut, es erhöht das Risiko für Bewegungsmangel, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeiten und Lese – Rechtschreibschwäche (Legasthenie). Wie viel ist nun ok ab wann wird es zum Problem? Diesen Balanceakt vollführen Eltern jeden Tag auf´s Neue und fühlen sich mit dem „richtigen Maß“ oft unsicher. Kinder nehmen die Geschehnisse auf der Mattscheibe ganz anders wahr als Erwachsene, oft überdimensionaler und viel mehr mit eigener Phantasie vermischt. Das birgt die Gefahr, dass zeitweilig eine Reizüberflutung stattfindet. Für unter Dreijährige laufen die Bildfolgen im Fernsehen viel zu schnell, sie erkennen zwar einzelne Gegenstände und verstehen Wörter und Sätze, können aber noch keinen Bezug zur Handlung herstellen. Deshalb sollte die Flimmerkiste für diese Altersgruppe dunkel bleiben. Vorschulkinder können kurzen Handlungsabläufen folgen, da sie aber noch nicht zwischen Realität und Phantasie eindeutig unterscheiden, können selbst harmlose Sendungen Angst machen. Ab dem Grundschulalter verstehen sie einfache Zusammenhänge. Es ist wichtig, das Actionserien und v.a. Kampf- und Gewaltszenen dennoch vor den Augen der Kinder verborgen bleiben. Erst mit 10-12 Jahren können Kinder klar zwischen Schein und Sein unterscheiden. Vor allem Quizsendungen und Familienshows sind dann harmlos, Sendungen nach 22Uhr überfordern Kinder allerdings und deshalb raten Medienexperten davon für Kinder bis 12Jahre ab. PC, Gameboy und Spielkonsolen werden lt. Medienforschern (leider) immer häufiger zur wichtigsten Freizeitbeschäftigung für unseren Nachwuchs. Hier ist der verantwortungsvolle Umgang damit deshalb durch die Eltern zu steuern. Halten Sie die Nutzungsdauer dieser Geräte pro Tag immer im Auge. Vorschulkinder gehören längstens 20-30min vor Flimmerkiste & Co, Grundschüler dürfen bis 60min. vor den Fernseher plus 30min PC oder Konsole. Mit zunehmenden Alter sollten sie das Kontingent stückweise erhöhen, als Richtwert gelten 90min Fernsehen pro Tag und 60min Spielkonsole. Ein eigener Fernseher, PC oder Spielkonsole oder Gameboy steht bei Kindern oft ganz oben auf der Wunschliste. Aber gerade bei diesem Wunsch gilt zu bedenken, dass Eltern dann wenig Einfluss auf das Konsumverhalten ihrer Kinder haben. Quelle: IKK-Magazin |