Wenn Kinder nicht „hören“

Sirenengeheul vom Feuerwehrauto, Spielzeugpistolen, Trillerpfeifen, Walkmans… Krach wird im Kinderzimmer immer noch großgeschrieben. „Was keine Geräusche macht, finden Kinder ja langweilig“, verteidigen sich oft die beim Kauf darauf angesprochenen Eltern und Großeltern, wie Studien es zeigen.

Und doch ist es Missverstehen, denn fakt ist, dass Kindern damit ungewollt erheblich Schaden zugefügt wird. Bereits 4% aller 6-7jährigen Kinder leiden laut Aussagen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) bereits an Hochtonschwerhörigkeit. Diese Spielzeuge entwickeln sehr hohe Frequenzen und können zu einem dauerhaften Hörschaden führen, warnt die BzgA Lärm-Expertin Evelyn Maslon. Auch in der Umwelt, in Kindergärten, Horten und beim Fahren im Auto werden Kinder stetig mit Lärm berieselt. Das macht auf Dauer gesehen natürlich Schäden. Fazit des Ganzen: Eltern sollten mit ihren Kleinen öfters mal die Stille genießen. Aber nicht nur, dass die Hör- und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt wird: Betroffene reagieren laut einer Emnid-Umfrage durch zuviel Lärm gereizt, angespannt oder mit einem Gefühl von Hilflosigkeit. Sicher eine Aussage zum einmal sich selbst überprüfen…

Quelle: Ärzte-Zeitung