Geschichtliches und Wissenswertes über die Ozontherapie

Es gibt eine reiche Anzahl an technischen Behandlungsmethoden auf dem heutigen Markt der alternativen Medizin. Viele sind erst relativ neu entdeckt und haben sich deswegen noch nicht unter der Bevölkerung etabliert. Eine seit etwa 100 Jahren bekannte und somit schon alte Methode ist die Ozontherapie, die zeitweilig etwas in Vergessenheit geraten war und sich nun durch neu entwickelte technische Geräte wieder zunehmender Bekanntheit und Beliebtheit erfreut. Bereits im Jahre 1916/17 landete Dr. Albert Wolff erstaunliche Erfolge bei der Ozonbegasung von Wunden, Fisteln und Geschwüren. Der wohl bekannteste Pionier der Ozontherapie war Professor Wehrli, der im Jahre 1946 die erste hämatogene Oxidationstherapie (HOT) durchführte.

Viele Menschen wissen nicht um die heilende Wirkung des Ozons sondern kennen es nur als Atemgift und sehen es als Bedrohung an, wenn in den Medien über das Ozonloch berichtet wird.

Was ist eigentlich Ozon? Würde man es übersetzen, bedeutet es „riechend“, aus dem griechischen Wort „ozein“ abgeleitet. Ozon ist tatsächlich nicht geruchlos, es ist eine besondere Abwandlung des Elements Sauerstoff, welches aus 3-atomigen Molekülen besteht. Es ist sehr energiereich und hat eine sehr hohe Oxidationswirkung, deshalb wird es auch als Aktivsauerstoff bezeichnet. Es ist als natürlicher Bestandteil in der Atmosphäre vorhanden. Durch Zufuhr von Energie in Form von UV-Strahlung (natürlich) oder elektrischer Strahlung (Ozongeräte) wird der Sauerstoff in Ozon umgewandelt. UV-Ozon wird in der Heilbehandlung aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften sehr geschätzt. Außerdem wirkt es revitalisierend, da dadurch die Fließeigenschaften des Blutes deutlich verbessert werden, der Patient fühlt sich oft schon nach der ersten Behandlung viel wohler. Es wirkt auch positiv auf die körpereigenen Abwehrkräfte und wird darum zur Aktivierung des Immunsystems genutzt. Ozon wirkt bakterizid (bakterientötend), fungizid (pilztötend) und viruzid (virendeaktivierend) und wird deshalb auch äußerlich oft bei schlecht heilenden, infizierten Wunden eingesetzt.

Anhand dieser Eigenschaften lassen sich nun auch Erkrankungen ableiten, die erfolgreich mit Ozontherapie behandelbar sind.

Die größten Wirkungen entfaltet die Ozontherapie bei arteriellen Durchblutungsstörungen jeglicher Art, z.B. des Kopfes, des Herzens oder der Extremitäten, die wiederum zu Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Schaufensterkrankheit führen können.

Alarmzeichen einer gestörten Durchblutung im Kopfbereich können sein: Konzentrationsstörungen, allgemeine Leistungsschwäche, Gangunsicherheit, Schwindelzustände, Vergesslichkeit. Hier kann Ozontherapie eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bewirken.

Sehr gute Erfolge lassen sich auch bei geriatrischen Erkrankungen (Alterserkrankungen) erreichen, z.B. bei der sich langsam entwickelnden Hirnleistungsschwäche.

Alarmzeichen von arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine sind immer Kältegefühl, Mißempfindungen und Schmerzen in den Gliedmaßen. Der Patient kann nur noch eine begrenzte Gehstrecke zurücklegen. Dann zwingen ihn starken Schmerzen stehen zu bleiben.

Auch ein offenes Bein (ulcus cruris) kann durch eine Ozonbehandlung zur Abheilung gebracht werden.

Es soll nun des besseren Überblickes halber eine Kurzdarstellung von therapeutischen Einsatzmöglichkeiten von Ozon folgen:

  • Arterielle Durchblutungsstörungen im Hirnbereich (Schlaganfall, Vergesslichkeit etc.), in den Extremitäten (Schaufensterkrankheit, Raucherbein, Morbus Raynaud), in den Organgefäßen (Herzkranzgefäße, Nieren, Darm etc.)
  • Wunden und Verbrennungen offene oder schlecht heilende Wunden, offene Beine (Ulcus cruris), Wundliegen (Dekubitus)
  • Darmerkrankungen, armentzündungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Reizkolon), Analekzeme,- fissuren,- fisteln, Hämorrhoiden, Obstipation (Verstopfung), -Kolibazillose (Bazillenbefall des Dickdarms), Pilzerkrankungen im Darm
  • Rheumatische Erkrankungen (entzündungshemmend und schmerzlindernd)
  • Viruserkrankungen (vireninaktivierend und immunaktivierend)
  • Altersbedingte Erkrankungen z.B. Konzentrations- und Leistungsschwäche, Vergesslichkeit, Schwindelgefühle, Unsicherheit beim Gehen
  • Hauterkrankungen und allergische Reaktionen; Allergien (als Umstimmungstherapie), Neurodermitis, Furunkulose (akute Entzündungen von Haarwurzeln oder Talgdrüsen), Psoriasis (Schuppenflechte), Akne vulgaris, Zellulitis
  • Leberkrankheiten: Entgiftung anregend, Cholesterin senkend (erhöhte Blutfettwerte werden wegoxidiert)
  • Nervenkrankheiten z.B. Morbus Parkinson, Multiple Sklerose
  • chronische Entzündungen (Magen-Darm, Nebenhöhlen, Blase usw.),
  • Ohrenerkrankungen z.B. Ohrgeräusche (Tinitus), Innenohrschwerhörigkeit, Hörsturz
  • Durchblutungsstörungen im Auge und damit verbundene Sehstörungen
  • Lungenerkrankungen: chronische Bronchitis, Asthma bronchiale
  • Prostatabeschwerden
  • Depressionen
  • Biologische Krebstherapie (Schädigung der Krebszelle und Aufbau des Immunsystems)
  • Körperschwäche und zur Leistungssteigerung bei Ermüdungssyndrom